Program or Be Programmed: Ten Commands for a Digital Age, Douglas Rushkoff

Hier. Wie geht man mit dem Internet um und woran kann man sich halten? An Rushkoffs Gebote. Einige kleine Essays reichen aus, um zu wissen woran man ist – wenn man sich denn als mündigen Bürger in einer fairen Welt begreift. Rushkoff ist für das Unterrichtsfach Programmieren in Schulen und gegen das Fach Mausklicken und Bildchenziehen. Das ehrt ihn, denn es kolportiert das aufklärerische Ideal, bei der Bildung doch auf möglichst Grundsätzliches zu zielen.

Aber besonders mit seinem Werben für das stetige Benutzen des echten eigenen Namens sorgt er für Augenbrauenzucken. Vielleicht provoziert das Internet eine neue Anonymitätstheorie. Es gibt schon viele implizite, aber vielleicht müsste einmal eine ausformuliert werden.

Insgesamt stellt man sich ja unweigerlich bei einem so appellativen Buch die Zielgruppe vor. Und: auweia, wie doof kann man sein. Freilich klingt es ein wenig versnobbt aber man fragt sich doch: gibt es wirklich Nutzer, die so wenig von der tapferen neuen Welt wissen? Testvorschlag: jeder, der bei der Lektüre dieses Buches mehr als 3x „oh“ und „ah“ sagt, wird sofort von jedweder Medienproduktion entbunden. Hefte raus, Klassenarbeit.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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