Benjamins Tagebuch, Michael Sollorz

Sehr verdächtig: kein Eintrag bei Goodreads. Hier Wikipedia. Immer diese Minderheiten! Dieses Werk aus dem Regal „gay interest“ wurde aus Berlin mitgebracht, weil man ja nicht immer die ganz großen Verlage via Amazon unterstützen kann. Es wurde analog gekauft. Und was ist drin? Eine feste Schrippe mit was druff. Die liegt zwar schon seit gestern aber dafür krümelt die nicht mehr so laut und geht gut weg. Kaleidoskopisch driften die Charakter zu- und ineinander, mal mit Klischee und mal ohne, aber nie ohne kühle Distanz zu jedem. Wird das ganze dadurch organisch? Bei dem Titel denkt man an bekanntes coming-of-age und -out und dergleichen und das ganze Geseier mit den verständnislosen Heteronormativen die dann in der Filmversion von Heiner Lauterbach oder so gespielt werden und die dann am Ende ganz kumpelig und eigentlich ganz nett den Abspann einleiten. Doch nein. Das Tagebuch ist nur loser Rahmen, der die eh schon lockeren Episoden leicht rahmt. Überhaupt ist das Buch leicht, ohne belanglos zu wirken. Wie eben so eine Schrippe – über die freut man sich ja auch, wenn man die hungrig im Turnbeutel findet.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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