Feuchtgebiete, David Wnendt

Hier. Die Protagonistin ist sehr hübsch. Und drollig. Und auf eine Art ungezogen, die einem nicht egal sein kann aber nicht ins schlechte führt. Die eh recht dünne aber trotzdem zeitgeistrelevante literarische Vorlage wurde unseres Erachtens anders als erwartet umgesetzt und auch die prominenten deutschen Bildschirmarbeiter, die tatsächlich hier Vati und Mutti spielen, fallen nicht unangenehm auf. Immer wenn es transgressiv und plakativ und e-kel-haft wird (man quasi für die Dauer des Medienkonsums in Ekelhaft genommen wird), kann man über Sinn und Unsinn von Unterhaltung nachdenken. Freilich musste das Buch noch einmal abgemolken werden, in all seiner Dumpfheit – das ergibt sich aus dem Bestsellersyndrom. Dies geschah hier auf angenehme Art und Weise, ohne dass der Film selbst angenehm zu schauen ist. Das liegt vor allem an der Heldin, deren Schauspielerin hoffentlich nicht durch Mitarbeit an diesem Produkt Karriereprobleme bekommt.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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