Der Fremde, Albert Camus

Hier und hier und sowieso hier. Durch die verwahrloste Nutzviehwirtschaft, die sich Schule nennt, wurde bestimmt so manch einem dieser sogenannte Klassiker verlitten. Ein dünnes Buch, ein schlankes Romänchen, das ohne Explosionen, nur mit einer Handvoll Schüssen, auskommt. Und dann wird verhältnismässig viel gedacht und geredet. Und dann kann man Protagonisten und Erzähler und Autoren verwechseln und differenzieren und sich fein abarbeiten. Ja, wer ist denn nun der Fremde, na, na, wer ist es denn nun? Ei, fein, komm und schreib mir fünfhundert Worte dazu.

Man kann dem Fremden aber auch eine neue Chance geben, jetzt, wo man die Schule leidlich überlebt hat. Und man erkennt, dass die eigene Entfremdung (oh! ah!) von Sitte, Moral und organisierter Religion so neu nicht sein kann. Und man sieht dass die Grundelemente des Kriminalromans fein nützen könnten, um existenzialistische Sichtweisen zu kristallisieren. Außerdem kann das denkende, aber eben nicht fühlende Individuum zumindest ein wenig in seiner banalen Tragik begriffen werden.

Oder es geht um das Abknallen von Moslems. Vielleicht ist das der tragende Kern dieses sogenannten „Klassikers“, vielleicht sicherte dies ihm einen Platz im französischen und westlichen Kanon.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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