Crimson Peak, Guillermo del Toro

Hier. Ach, Guillermo. Was macht eigentlich Tim Burton derzeit? Welch gemeine Assoziation, aber vielleicht füllt del Toro die Lücke, die Burton in den 90ern schloss. Das saftig-schwülstig-düstere Schwelgen muss ja irgendwie bedient werden. Auch das Label „Absonderlichkeit“ muss auf dem Markt bedient werden.

Crimson Peak ist ein schöner Film mit feinen Kostümen und überraschenden Slasher-Fragmenten. Allein mit den Bildern hat man Freude – doch die Geschichte entbehrt doch einer gewissen Logik. Ja, sicher, es geht um Geister und dergleichen und die Geister sind auch alle wunderschön, aber man möchte als Zuschauer eben doch eine „glaubhafte Mechanik“ (?) erfahren, eine Erdung an (vielleicht fiktive) Gesetzmäßigkeiten.

Als der Konsument die Gelegenheit hatte, del Toros Werkschau im LACMA zu sehen, freute er sich und genoss es. Vielleicht ist dieser Filmemacher einer für das Sehen und gegen das Denken. Das würde ihn zu einem von den Guten machen.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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