Fright Night, Tom Holland & Queen of the Damned, Michael Rymer

Hier und hier. Ach, Vampire. Wie gut die Thematik auf adoleszente Fleischfantasien und Tabubruch und Vertrauensverlustierungen und Indiskretionen und Lange-Aufbleiben und sonstigen Minderjährigen-Dramatiken passt soll jemand anders ausformulieren.

Fright Night ist sympathisch dank der Effekte: alles Handarbeit und von einer cartoony-gory-sloppy Qualität, die in abgemilderter Form vielleicht bei Gremlins zu finden ist. Mit grosser Verwunderung musste festgestellt werden, dass der Antagonist nicht Bruce Banner in seiner jüngsten Iteration mimt. Dafür ist die herrlich dumpf-keusche Freundin später die Nachbarin von Al Bundy.

Und die Königin der Verdammten ist natürlich hübsch und so. Also tödlich und mit Metall-Bikini und Gedöns. Und so. Das können Vampire ja auch – hübsch sein. Nicht nur Vorstadt-Zuhälter wie der aparte Herr bei Fright Night haben lange Zähne. Anne Rice hat ja das Element der Seifenoper auf ihrer Seite weil sie mehrere Jahrhunderte bedient und somit mehr Eskapismus bieten kann als Vorstadtkonflikte. Oper trifft es vielleicht ganz gut, denn musikalisch wurde das Produkt auch gut am Markt der frühen 00er Jahre positioniert. Wer hätte gedacht, dass New Metal so gut zum Blutsaugen und diversen Verführungsschlachten passt? Gefühle machen Aua. Man muss lärmen und singen und einander in der Hormonschlacht preisen.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: