Adjustment Day, Chuck Palahniuk

Hier. Hoppla, er hat es schon wieder getan. Hat seinen prominenten Namen nicht geändert und findet sich weiterhin damit ab, dass der weltweite Erfolg seines Debüts (das ja eigentlich erst der zweite Roman war) wohl nicht mehr übertroffen werden kann.

Und wieder verunsichert Mister P. wieder durch eine zerbrochene, zerklüftete, oder zumindest unbequeme weil unübliche Perspektive: mehrere Handlungsstränge mit mehreren Protagonisten bevölkern hier die USA der Zukunft, in der Identitätspolitik nun endlich dazu führte dass der melting pot am Ende ist. Drei neue Staaten bauen sich auf und um (jaja, das nennt man Dystopie oder so): eine für Schwarz, einer für Weiss, einer für Schwul. Familienpolitik und Militärhaushalt sind überall anders – wie könnte es anders sein.

Der Vorteil dieser Perspektive: man erhält ein Kaleidoskop der Gesamtsituation, man ist gezwungen Politik und Definitionen von Innen und Außen als bequeme Fiktionen einer Mehrheit zu begreifen. Der Nachteil: auf Zack muss man sein. Es gibt keine dominante Queststruktur eines einzelnen Protagonisten, der quasi als Museumsführer durch die Ausstellung (der Grausamkeiten) führt. Insgesamt ein famoses Stück. Menschen werden zu keiner Zeit verachtet, aber es wird ihnen auch keine Intelligenz unterstellt.

Lieblingsroman bleibt aber die Ballade von Buster Casey in Rant.

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Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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