Der Herr der Ringe – Die Gefährten, Peter Jackson

Hier. Seltsamerweise gab es die Langversion bei Prime nur auf Deutsch. Wer hat sich das denn ausgedacht?

Die üblichen Angstgegner haben sich eingestellt: ungewollte Kuscheligkeit der Hobbits untereinander und der eklatante Maniküre-Bedarf beim Hauptdarsteller.

Ansonsten kann man wenig zu dem Produkt sagen, das beim Erstkonsum vor fast siebzehn Jahren (?!) schon mächtig beeindruckte. Ist vielleicht ein Generationen-Ding: in den 90ern in der vielleicht letzten Kohorte die Schinken gelesen und als „unverfilmbar“ romantisch verklärt… Die grünen Taschenbücher von Klett-Cotta kamen im schicken Pappschuber daher und mussten nach den Sommerferien zurückgegeben werden. Dann die Neuübersetzung von Margaret Carroux angeschafft, da war man schon alt, also volljährig. Und dann diese Filme zur Weihnachtszeit im Kino. Mit den Menschen. Mit dem Popcorn. Den Menschen musste man dann dauernd die Etymologien erklären, ob sie wollten oder nicht.

Die Langversion ist vollkommen gerechtfertigt und keine Minute der fast vier Stunden ist zuviel. Die ganzen Touristen dürfen sich mit kürzeren Sachen begnügen und schmunzeln weil sie die Figuren aus memes und von Tshirts her erkennen. Die Abhängigen und die weiterhin nachhaltig Verklärten wie ich brauchen vier Stunden.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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