You Were Never Really Here, Lynne Ramsay

Hier. Filmversion von jenem. Der bisher beste Kinofilm ist dieser, der verwirrenderweise in Deutschland als „schöner Tag“ auf Englisch betitelt wurde. Warum? Weil der Verleiher/Promoter/Vermarkter nicht will dass viele Menschen dieses Werk sehen, nur die die vielleicht Arte schauen oder KulturZeit oder auf Cannes und trallala Listen abklappern.

Standesecht also in einem kleinen Kino mit insgesamt 8 Augen und Ohren genossen. Analog rasterte der Digitalprojektor durch die rauschige Hinterzimmerluft. Salami wird gegessen, Leitungswasser getrunken, der Hauptdarsteller wird als Fokus von Unglück und Unfällen wahrgenommen und bis zum Schluss nicht aus den Augen gelassen.

Freilich ist’s ein wenig anders als der Roman. Aber eine wundervolle, stille, kleine und grossartige Ode aus Gewalt und unmöglicher Erlösung entspinnt sich. Die Bilder sind im kleinen Kino sehr großes Tennis und verdienen eigentlich Rahmung über Schreibtischen und so.

Der Taxi Driver verweis ergibt sich von selbst, aber doch ist die rasselnde Fahrt nach Unten hier etwas vollkommen anderes. Der Dreck der Welt ist allgegenwärtig, da kann es ruhig mehr als eine Handvoll Filme geben, die ihn bebildern.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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