Dracula, Francis Ford Coppola

Hier. Viel zu früh wurde der damals in den 90ern gesehen und gehörig verhoben hat man sich damals daran. Ach, was belächelte man den Vampirkram vorher. Ach, wie überrumpelt man wurde von diesem klassisch und opulent gebauten Vehikel, dass keine Ironien zulässt sondern über die ganze Spielzeit den staunenden Jünger drangsaliert.

Über zwanzig Jahre später ist es ähnlich. Die Optik ist wunderbar prä-CGI und dabei nicht weniger eindrucksvoll. Die ziselierten Kostüme haben fast ikonischen Charakter. Und sogar die Literaturvorlage wird streng bedacht: dauernd gibt es diese entnervenden Berichte, Mitschriften, Stimmen aus dem Off. Ist das nun eine konservative Literaturverfilmung? Es ist auf jeden Fall eine, die wenig Luft zum Atmen lässt. Parallel dazu (aber dazu muss man wohl derlei Kram interessant finden) beweist die Verfilmung, warum der Roman und sein Thema eine Schlüsselrolle zwischen 19. und 20. Jahrhundert einnimmt, und zwar in all seiner spektakulär-vulgären Inbrunst.

Und Frau Ryder ist extra kawaii, auch wenn das Blut spritzt. ❤

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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