Orphan, Jaume Collet-Serra

Hier. Überraschend aufgeräumt und ohne cheesy Flair kommt dies hier daher. Schönes Haus haben die. Vom Plakat her dachte man an Übersinnliches Geflunker. Aber nee, das ist „realistisch“. So viel kann man sagen.

Es gibt den einen großen „Ach!“-Moment. Wenn der gespoilert wird, ist’s nicht mehr fein. Aber wenn man den dann erreicht und laut „Ach!“ rufen kann, dann freut man sich. So ist das nunmal.

Vor dem „Ach!“ ruft man aber: „Das ist doch Mama Bates! Auweia, die hat kein Händchen mit Minderjährigen, neineinein!“ Aber irgendwann hat man sich ausgerufen und der Film entspinnt sich fein von alleine.

Wieder das Thema der Familie: wer sind diese Menschen? Alle haben sie ihre Unfähigkeiten und zusammengehalten werden sie durch die materielle Macht der wenigen. Deutungshoheiten. Eltern haben immer „Bestimmer-Tag“. Gross und Klein gesellt sich gern. Oder nicht?

Vielleicht ist der Film ein Symptom in einer immer kindischeren Medienwelt, in der einem die Kinder suspekt gemacht werden können und müssen. Immer weniger Kinder werden geboren, fulminante Einzel(-scheidungs)kinderschicksale häufen sich, werden erwachsen, kleben sich selbst (falls erwachsen genug) zu Familien zusammen. Verursachen Nachwuchs, projizieren Glauben, Liebe, Hoffnung, Hopsasa auf selbigen. Kinder des Zorns, Kinder des Zorns. Das blonde dumme Eumel aus Poltergeist. Danny, allein im Hotel. Wenn Menschen schon seltsam sind, dann müssen Kinder es auch sein. Äh. Ja? Darauf erstmal ein Lustiges Taschenbuch.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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