Prometheus, Ridley Scott

Hier. Er wollte vielleicht das Ende einer Serie selber bestimmen, vor seinem Tod. Egomanie? Regisseure haben einen Beruf, der Kunst (Einzigartikeit?) und Kommerz (Branding?) flux verschwimmen lässt. Aber mit seinem Namen kam ein dickes Budget, und das ist gut. Naja, es muss zumindest nicht schlecht sein.

Von der Logik her ist es stimmig, nur erscheint hier das Motiv des Gruselschlosses noch mehr. Das ruhende Raumschiff und seine fein-finsteren Kavernen. Der Xenomorph unterstreicht sein X – seine Form ist tatsächlich beliebig und nicht festgelegt. Vielleicht wollte Scott hier so, wie alle Fortsetzenden vor ihm, das Alien vom berüchtigten Design befreien (welches es paradoxerweise so berühmt gemacht hat). Vielmehr als Prinzip wird es wieder installiert, als ein im Drama der Fleischlichkeit inhärentes Grauen. Und das Fleisch ist genetisch und die DNA ist eine ebenso fliehende Grenze wie der Weltraum. Gut so. Einer von Hundert Zuschauern wird den existenziellen Horror des Leibes als Lebensrätsel erkennen… und vielleicht Philosophie studieren. Oder Regisseur werden.

Fehlt noch der letzte.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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