The Shawshank Redemption, Frank Darabont

Hier. Melodramatische Herrenoper mit einem der befriedigendsten Enden der Filmgeschichte. Auch die Weiblichkeit hat eine zentrale Rolle, aber nur in unbeweglichen zwei Dimensionen: jedes Jahrzehnt bringt ein neues Poster in die Zelle, welches dann mehr als unterhaltende Requisite ist. So kann sich freilich kein Umgang mit Frauen etablieren und am Ende schließen sich die Herren am Strand in die Arme.

Wenn es das Gefängnis nicht gäbe, man müsste es erfinden. Auf engem Raum entfalten sich die Dramen, aber nur wenn sie jahrelang Druck aufbauen können. Ist das schon Verklärung? Man bedenke den Nachwuchs, der eine Karriere hinter Gittern mehr oder weniger ins Auge fasst: (v)erklärt jenen die Shawshank Redemption die Zukunft? Hier ist der Ort der Qual, der irgendwann zum Triumph führt. Und so ein bisschen Triumph, klar, den will jeder.

Und weil der Kram von Stephen King ist, fehlt auch dieses ganze intellektuelle Gezeter, das das Gefängnis als existenzielle Manifestation des modernen Lebens sehen will oder dergleichen. Hier wird nicht auf Godot gewartet. Hier wird gekaut und gelesen und gegraben und am Ende gibt’s einen Schuss.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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