Minimalism: A Documentary About the Important Things, Matt D’Avella

Hier und hier und hier. Man sieht es und findet bekannte Ansichten über die sogenannte Konsumkultur – und wie erwartet wird die menschliche Spezies nicht verspottet. Eigentlich hätte man ja allen Grund dazu – man könnte auch sagen, dass das elende Pack der westlichen Zivilisationen an seinem Krempel ersticken soll. Gute Menschen sind aber hier am Werk, und ihre Absichten sind auch gut. Sie umarmen einander viel. Sie wollen die Welt besser machen – und geben alten „counterculture“-Dogmen neueren Schwung.

Sehr gut kam der Ruf nach mehr und vor allem grundsätzlicherem Materialismus an: die Dinge sollten stofflicher und tatsächlicher erfasst werden und ihr informatorischer, auratischer, und fast schon spiritueller Charakter als irritierendes Spektakel erkannt werden. Ein Blick nach Digitalien wurde auch gewagt: der Akt des Kaufens als erste Bürgerpflicht treibt bestimmt noch viele weitere Blüten.

Hinter allem thront die Ästhetik einer zivilen Katharsis, einer Loslösung und Überwindung von allerlei Ballast. Da kann jeder etwas mit anfangen. Und wenn jeder etwas damit anfangen kann, dann kann man es auch bei Youtube und via podcasts propagieren.

Autor: festerben

Hier geht's um schnelle Verdauungshilfe, keine ausufernden (oder gerechten) Rezensionen. Angstgegner ist die Orthographie.

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